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Women Leading Change!

Aktivitäten

Zum 4. IWS - International Women’s Summit / 4. Internat. Frauengipfel vom 11. - 13. Juli 2011 in Zürich

# Zum Thema: „Women Creating a Safe World – Frauen schaffen eine sichere Welt!“ hatte der World YWCA insgesamt über 1000 Frauen eingeladen. Neben den Delegierten kamen Vertreterinnen der UNO, der WHO, der ILO, des Weltkirchenrats, der Entwicklungshilfe und von NGOs sowie Frauen in leitenden Ämtern von Politik, Kirche, Gesellschaft und der nationalen YWCAs. Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen nimmt ständig zu. Nicht nur in Kriegszeiten durch Vergewaltigungen, sondern tagtäglich sind Frauen Opfer von Frauenhandel, Kinderheirat, Genitalverstümmelung, von Marginalisierung durch HIV und Aids, von sexueller und arbeitrechtlicher Ausbeutung und von häuslicher Gewalt.

Podium

# Junge Frauen aus Sierra Leone, Ägypten und Peru kamen auf den Podien zu Wort. Sie berichteten über tägliche Gewalterfahrungen, für die es kein Bewusstsein und keinen Beistand in der Öffentlichkeit gibt. Besonders beieindruckend war der Beitrag der 24jährigen Honda El Mankabady aus Kairo, die es nicht fassen konnte, dass sie und ihre Freundin so unbehelligt durch die Straßen von Zürich gehen können, während zu Hause jeder Mann ungestraft sich das Recht herausnimmt, sie auf ihrem Weg zur Uni als „Schlampe“ zu bezeichnen oder handgreiflich wird und sie beispielsweise in der Enge der Busse sexuell belästigen kann. Frauen, die aufbegehren, werden nicht toleriert.

Aufruf der Podiumsteilnehmerinnen

# Von allen Podiumsteilnehmern wurden Frauen aufgefordert, ihre Rechte einzufordern, sich aus der Opferrolle zu befreien, Akteurinnen zu werden und für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Dazu unterstützt der World YWCA als größtes ökumenisches Frauennetzwerk Strategien und Programme, die in 125 Ländern und 22.000 Kommunen weltweit umgesetzt werden und zu Frieden und Sicherheit in der Welt führen.

Mary-Robinson – Preis

# Frauen zu ermutigen, die Opferrolle abzulegen und zu Akteurinnen ihres Lebens und ihres gesellschaftlichen Umfelds zu werden - dazu sollte die Verleihung des Mary-Robinson- Awards ermutigen. Der Mary-Robinson-Award ist eine Auszeichnung für vorbildliche Arbeit auf nationaler Ebene, was die Rechte von Frauen anbetrifft. Er wurde erstmals an zwei junge Frauen aus Sambia und Kenia sowie an die YWCAs von Belize und Kanada verliehen.

YWCA World Council vom 11.- 16.Juli 2011 in Zürich

550 Delegierte aus 100 YWCAs trafen sich zu dieser weltweiten Mitglieder-Versammlung, zu der alle vier Jahre die 125 Nationalverbände eingeladen werden. Unter dem Vorsitz der Präsidentin Susan Brennan / Australien und der Generalsekretärin Nyaradzayi Gumbondzvanda / Zimbabwe wurden der 4-Jahres-Report sowie der Finanzbericht diskutiert und neue Schwerpunkte für das nächste Quadriennium festgesetzt . Höhepunkt waren die Wahlen der 20 Mitglieder des World YWCA – Executive Committees, die aus Vertreterinnen der acht Regionen (Afrika, Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Karibik, Asien, Australien und Pazifik sowie dem Nahen Osten) gewählt werden.

# Das neue World Executive–Committee besteht aus den folgenden Mitgliedern:

Weiter wurde erneut festgehalten, dass junge Frauen in allen Leitungsfunktionen beteiligt werden sollen (25%). Im gesamten Executive Committee sind nun fünf und bei den Vizepräsidentinnen vier Frauen 30 Jahre oder jünger.

# Der Generalsekretärin des YWCA Namibia Monika N. Simeon war es sehr wichtig, dass die deutsche Delegation ihre Wahl zum Weltvorstand unterstützt. Die Freude über ihre Wahl war groß, wie das Foto links zeigt. Der German YWCA wird für Monika N. Simeon eine Patenschaft übernehmen. Den ersten Jahresbericht aus Namibia haben wir schon.

Folgende Resolutionen wurden verabschiedet:


Die deutsche YWCA World Council Delegation

# Die deutsche YWCA World Council-Delegation setzte sich aus Godlind Bigalke / Vorsitzende des German YWCAs, Hanne Braun / Nationalbüro German YWCA, Sigrid Schneider- Grube / Vorsitzende des VIJ Deutschland sowie Alma Ulmer / Evangelisches Jugendwerk Württemberg zusammen. Beim IWS (International Women’s Summit – Frauengipfel) wurden wir zusätzlich durch Ursula Lüders / Nationalbüro German YWCA vertreten. Unsere jungen Vorstandsmitglieder Melanie Gentner und Johanna Weiß konnten aus beruflichen Gründen nicht am World Council teilnehmen, was sehr bedauert wurde.

Ausstellung Rosenstraße 76

# Ausstellung Rosenstraße 76, ein finnisch – deutscher Council–Beitrag zum Thema häusliche Gewalt. Mit Hilfe von Thomas Knödl und Una Hombrecher war es möglich, diese interaktive Ausstellung mitten im Kongresszentrum zu realisieren. Durch 36 Tafeln wurde dargestellt, dass hier trotz des Wohlstands in Europa im Verhältnis zu vielen anderen Teilnehmerländern häusliche Gewalt in all ihren Formen existiert. Gerade diese leise Art machte die Besucherinnen betroffen.

Der Workshop zur Ausstellung

# Der Workshop zur Ausstellung wurde von 70 Frauen besucht, die durch den YWCA Finnland sowie durch Elaine Neuenfeld / Lutheran World Federation und Una Hombrecher von Brot für die Welt / Schweiz Anregungen für die Wohnungspräsentation der Rosenstraße in ihren Heimatländern erhielten. Ursula Lüders erzählte von unseren Erfahrungen mit der Ausstellung in Kirchengemeinden und im Hauptbahnhof Stuttgart.

Die Idee ist übergesprungen

Die Idee ist übergesprungen und mehrere YWCAs wollen die Rosenstraße 76 in ihrer Heimat zeigen, so z.B. in Canberra / Australien, Antwerpen / Belgien und in Island. Eine Frauengruppe in Genf wird zusammen mit dem World YWCA die Ausstellung in Bälde umsetzen. Nähere Informationen können bei Thomas Knödl unter thomas.knoedl@onlinehome.de erfragt werden. Das Nationalbüro des German YWCAs hat noch englische Flyer.

Spendenübergabe an den YWCA Japan

# Die Spendenübergabe an den YWCA Japan war für unsere Delegation ein kleines Highlight. Dina Maria Dierssen / Evangelische Frauen in Württemberg/ EFiW hat angesichts der Katastrophe in Fukushima angeregt, Spenden für notleidende Familien zu sammeln, die über den japanischen YWCA verteilt werden sollten. Die Spende in Höhe von 1.000 Euro konnte in Zürich direkt übergeben werden, was für beide Seiten bereichernd war. Der Japanische Y ruft jetzt im Rahmen einer Kampagne zum Ausstieg aus der Atomwirtschaft auf. Das deutsche Komitee hat diesen Aufruf unterzeichnet. Weitere Unterzeichner werden gesucht.

Der polnische YWCA

# Der polnische YWCA konnte vom 1. - 3. Mai 2009 eine Tagung für Theologinnen durchführen. Da in einigen Ländern die Ordination von Theologinnen nicht zugelassen wird, sind solche Treffen lebensnotwendig. Der German Y hat sich beim deutschen Weltgebetstag – Komitee für eine Unterstützung eingesetzt. Der Tagungsbericht auf Deutsch kann bei Interesse beim German YWCA – Büro angefordert werden.

YWCA Round – the - World - Breakfast 2011 "Kein Schnitt ins Leben"

# Zum Thema der Genitalverstümmelung an Mädchen hatten wir Vertreterinnen von (I) NTACT und Terre des Femmes eingeladen. Es gibt einige Afrikanerinnen in Deutschland, die diese Tradition hier fortführen wollen. Ein Kurz- Spielfilm und eine Diashow machten dieses traumatische Erlebnis noch einmal deutlich und zeigten Wege der Aufklärung für hier und in Afrika auf. Ein Bericht kann beim National – Office angefordert werden.



Der World YWCA zu Besuch in Stuttgart beim German YWCA

Naradzayi Gumbonzvanda, die Generalsekretärin des World YWCA und ihre Assistentin Ana Villanueva waren zum
Weltkongress des Lutherischen Weltbundes ( LWB) vom 20.-27.Juli 2010 in Stuttgart eingeladen
Naradzayi Gumbonzvanda, die Generalsekretärin des World YWCA und ihre Assistentin Ana Villanueva waren zum Weltkongress des Lutherischen Weltbundes ( LWB) vom 20.-27.Juli 2010 in Stuttgart eingeladen. Während dieser Zeit wohnten sie bei uns im Wohnheim des vij in der Moserstraße und konnten so die Aktivitäten und die Mitglieder des German YWCA persönlich kennen lernen. Während des Kongress gaben es einen speziellen Frauen - Raum " Women's space, wo sich täglich Frauen um die Mittagszeit zu bestimmten Themen trafen. Ursula Lüders machte dort mit bei der Gästebetreuung und bekam dadurch sehr viel Kontakte besonders zu Afrikanerinnen. Einige von Ihnen sind Y- Mitglieder in ihrer Heimat.

Naradzayi YWCA stellte dort den World YWCA als das größte ,christliche Frauennetzwerk weltweit vor, das daher bei internationalen Institutionen und Konferenzen, wie der Weltkonferenz zu HIV und Aids Juli 2010 in Wien, gehört und um Rat ob seiner Nähe zur Basis gefragt wird. Man möchte daher im nächsten Jahr viele Frauen zur Frauen Weltgipflel - Konferenz vom 12.- 13.Juli 2011 nach Zürich einladen. Hier wird mit dem Thema: "Women creating a save World" auf die Folgen häuslicher Gewalt gegen Frauen und KInder hingewiesen und Aktionen und Beratungspläne ausgearbeitet. Als Schirmherrinnen werden Politkerinnen in Leitungsfunktionen eingeladen. Die Ministerpräsidentinnen von Finnland und derschweiz un die ehemalige Präsidentin von Irland haben bereits zugesagt. Angela Merkel wird angefragt.

weitere Information durch das German Y - Büro oder über worldywca.org

 


Umdenken gefragt – Energiearm leben. SPENDENAUFRUF

Mit dieser Überschrift starten die Evangelischen Frauen in Württemberg (EFiW) einen Umdenkprozess und einen Spendenaufruf. Der Anlass ist die Reaktor-Katastrophe in Japan, die uns zum Handeln hier und dort zwingt. Der German YWCA freut sich, dass die EFiW die Spenden dem YWCA of Japan und hier besonders dem YWCA Sendai, der direkt betroffen ist, zukommen lassen.

pdf » Pressemeldung als PDF-Datei

 


Wir haben einen Garten in Uganda!

Dr. Lydia Mungherera ist eine HIV-positive Ärztin, die in Uganda das Netzwerk Mamas’ Club für stigmatisierte und hilfsbedürftige HIV-positive junge Mütter gegründet hat. Über den deutschen Weltgebetstag konnten wir ihr finanzielle Unterstützung für Schulungen für die Frauen vermitteln. Über Oikocredit konnte Dr. Mungherera Land in Uganda, den „Mamas’ Garden“ erwerben, auf dem die Frauen den Gemüseanbau erlernen. Das Gemüse wächst bereits, und die Frauen können sich besser ernähren und sogar davon verkaufen. Wir sind eingeladen, den Garten zu besichtigen.

Bei ihrem letzten Besuch in Stuttgart im April 2008 berichtete Dr. Mungherera von ihrem Plan, für die jungen Mütter Land zu kaufen, um ihnen durch den Anbau von Obst und Gemüse eine bessere Nahrungsgrundlage für sich und ihre Familien zu geben und ihre Gesundheit zu verbessern. Durch den Verkauf ihrer Produkte sollte eine Existenzgrundlage ermöglicht werden. Über Oikocredit konnte Hanne Braun die benötigte Summe für den Kauf von 0,8 acre (ca. 0,4 ha) bei Kampala erwirken. Samen und Setzlinge wurden von einer königlichen Gönnerin gespendet. Das Feld wird inzwischen mit gutem Erfolg bearbeitet. Angebaut werden Bananen, Papaya, Passionsfrucht, Yam und Mais, Kohl, gelbe Rüben etc. Unter dem günstigen Klima in Uganda wird mehrmals im Jahr geerntet. Die Mütter haben zwei Stände auf einem benachbarten Markt, wo sie die nicht zur Selbstversorgung benötigten Produkte verkaufen.

Dringend benötigt wird ein fester Zaun um das Gelände, das die Nachbarn und deren Tiere vom „Ernten“ abhält. Ein Wächter, der auf dem Gelände wohnt, würde die Sicherheit sehr verbessern. Um hygienische Verhältnisse sicherzustellen, ist der Bau einer Toilette dringend erforderlich.

Der German YWCA freut sich über das gute Gedeihen dieses Gartenprojektes, das die geschwächten Frauen stärkt und ihnen Beschäftigung und Hoffnung gibt.